Und ich hab den ersten Geburtstag verschlafen. Himmel! Vor einem reichlichen Jahr habe ich angefangen hier zu schreiben und das ist das Ergebnis:

– rund 1500 Besucher in einem Jahr (Blog-Aufrufe sind es über 2000 gewesen) Danke Simone für deinen Support! 😀

– eine Menge Feedback und Dankesmails von Schwangeren, die mit Schwangerschaftsdiabetes dank der Rezepte wieder ein Licht am Ende des Tunnels gesehen haben.

– eine Menge nichtschwangere Leserinnen ohne Diabetes, die meine Rezepte ausprobiert haben und wundersamerweise abnahmen (Dorit, du seist hier stellvertretend erwähnt 😉 ).

Ich finde, das reicht. Danke, danke, danke, denn nun, nach fast 8 Monate nach der letzten Entbindung, 4 Monaten Kopfschmerzen nonstop, 2 Treppenstürzen und einer Menge schlafloser Nächte finde ich wieder zurück zu dem, was mir 9 Monate so gut getan hat: Ich pack es wieder an. Von den 14 in der Schwangerschaft abgenommenen Kilos haben sich 3 wieder zu mir verirrt, denen ich aber schon wieder den Kampf angesagt habe. Nun denn. Weil es so schön ist, gibt es deswegen heute – quasi zur Feier des Tages – ein Rezept. Es ist diabetikertauglich und *Trommelwirbe* vegan. Jawoll. Ich habe mich mal ein paar Wochen an veganer Ernährung versucht, um festzustellen, dass es sehr aufwendig, durchaus lecker, diabetikertauglich, aber nix für jeden Tag ist. Und ich bin dadurch kein besserer Mensch geworden. Wenn mich eine Fliege oder Mücke stört, hau ich die noch immer tot. Aber ich esse sie jetzt nicht mehr. Ha. Ich schweife ab. Also here we go.

Nachdem immer mehr ohne-Essen total angesagt ist (Essen ohne Tier, backen ohne Mehl), gibt es heute ein Risotto ohne Reis. Statt dessen nehmen wir Linsen. Warum? Hülsenfrüchte, zu denen die Linsen gehören, werden schön langsam verstoffwechselt. Der Reis – selbst Vollkornreis – dagegen nicht. Deswegen eben ohne. Es handelt sich hierbei um ein Champagner-Risotto mit roten Linsen. Ihr braucht dazu:

Olivenöl
1 Bund Suppengrün (Möhren, Sellerie, Porree)
1 Knoblauchzehe
200 g rote Linsen
2 Handvoll Cocktailtomaten
500 ml Brühe mit einem Lorbeerblatt (Brühe kann Instant sein)
einen guten Schuss Sekt oder Champgner, wer sowas gerne mal im Kühlschrank rumstehen hat *hust* (Schwangere lassen diesen Posten einfach weg, wenn sie es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können und die Veganer ohne veganen Sekt verzichten ebenfalls darauf, dem Gesmack macht es nichts aus. Ein Spritzer Zitronensaft oder etwas abgeriebene Zitronenschale sorgt ebenfalls für Frische)
Gewürze nach Geschmack (Oregano, Muskat, etc.)
ein Schuss Sahne (die Veganer ersetzen hier bitte entsprechend das milchfreie Produkt oder lassen es weg)
Balsamico-Essig.

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

1. Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen, in Ringe geschnittenen Porree sowie den fein gehackten Knoblauch dazu geben und anbraten.

2. Möhren und Sellerie mit einem Hobel zuerst in Scheibchen hobeln, anschließend mit einem Messer in Stiftchen schneiden und mit im Topf anbraten (ca. 2 Minuten oder etwas länger)

3. Linsen dazugeben und mit Champagner ablöschen. Der Schampus sollte komplett verdampfen. Bei einem richtigen Risotto fügt man nun immer wieder Brühe kellenweise hinzu und lässt die Flüssigkeit einkochen, bis das Risotto schön cremig wird. Ganz so wird das Linsenrisotto nicht. Man kann auch jetzt die 500 ml Brühe komplett dazukippen und das Risotto bei offenem Topf ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen.

4. Die Kochsahne dazu geben und würzen. Frische Petersilie ist echt lecker, Oregano sparsam eingesetzt ist ebenfalls passend. Muskat geht ohnehin immer. Wer noch Gemüse im Kühlschrank hat, das weg muss, kann es gerne mit in das Risotto geben. Es passt nahezu alles dazu von Spargel über Zucchini, Champignons, Kürbis, etc. Wirklich! Wer experimentierfreudig ist, versucht es mit einer winzigen Prise Zimt. Der Knaller! Abgeriebene Zitronenschale passt auch. Die Sahne nun noch etwas einkochen lassen und fertig.

Wer es nicht vegan mag, kann sich noch etwas Parmesan darüber hobeln. So für sich ist das ein einfaches, sehr sättigendes und leckeres Essen. Ich brauch nichts weiter dazu, außer vielleicht noch ein Getränk. Die Gesamtmenge ergibt reichlich 3 Portionen und eine Portion kommt auf 1,8 BE.

Kann ich nur noch sagen: Schmecken lassen!

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