So, nun ist es soweit. Ich bin in der 33. Woche angekommen und kann offiziell nicht mehr. Oder ich will nicht mehr. Ich bin zwar immer noch Lichtjahre von Watschelgang und Rückenbeschwerden entfernt, aber so langsam fühle ich mich doch deutlich vom Untermieter gesteuert. Die Nächte sind in ihre einzelnen Stunden zerhackt. Entweder quälen mich wie am Anfang die restless legs oder Monsieur Bauchknopf nutzt meine Blase als Trampolin. Und es geht weiter mit den Wehwehchen: In meinen Magen passen nur noch winzige Portiönchen, ich muss jedes Mal, wenn ich mich hinsetzen will, mit gebrochenen Rippen rechnen, abends fühlt es sich an, als würde das Baby aus der Nabelschnur lustige Ballontiere basteln – es herrscht praktisch gar keine Ruhe mehr – und neuerdings bekomme ich bei jedem lumpigen Wetterumschwung ne Bindehautentzündung. Was soll das?! Das stand so nicht in meinem Vertrag…

Davon abgesehen: Ich habe bisher nicht einen Tag irgendwelche Wassereinlagerungen gehabt und bisher kontrolliert und gesund um die 14 kg abgenommen,  bin laut BMI damit aus dem adipösen Bereich raus und es geht mir super. Die Zuckerwerte sind nach wie vor im grünen Bereich und ich muss nur das Nachtinsulin spritzen. Seit 2 Wochen musste ich die Dosis nicht mehr erhöhen. Bloß gut! Ich bin mal gespannt, was der Diabetologe morgen sagt. Die Ultraschallbefunde sind allesamt in Ordnung und geben keinen Grund zur Sorge. Also Gesamtergebnis: Gutes Baby, gute Mama, alles prima.

Eine riesige Hürde gibt es jetzt nur noch zu überwinden und die lautet: Umzug in nicht einmal mehr 4 Wochen! Da stand vor ein paar Wochen mit einem Schlag unser Traumhaus vor uns und es hat sich noch nicht einmal vorher schriftlich angemeldet. Kann man in so einer Situation dann ja nicht so einfach sagen: „Och, schön! Sag mal, du Haus, bleibst du noch die nächsten 6 Monate frei?“ Da muss man zuschlagen und zwar zügig, zumal hier kein Makler dazwischen klebt und vom Grundstück bis zur Wohnfläche und Lage wirklich alles stimmt. Mit einem Umzug vor der Knopfankunft lösen sich außerdem auf einen Schlag eine Menge Probleme. Mein Liebster bekommt endlich wieder ein Arbeitszimmer und wird tagsüber beim Arbeiten von keinem Babygschrei gestört und der Knirps und ich können uns zusammen im neuen Zuhause in Ruhe einleben. Nur einen Haken hat die Sache: Ich kann meinem Herzblatt kaum helfen beim Kisten packen und für den baldigen Neuankömmling ist noch rein gar nichts vorbereitet. Da ich den kleinen Knirps aber schon ein wenig kenne, kann ich sagen, dass er mit Improvisieren klar kommen wird. Hauptsache ist und bleibt, dass in Mamas Armen immer Platz ist. Dann ist das Drumherum absolut Wurscht. 🙂

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