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Schnupfen, Husten, Kehlkopfentzündung. Seit gestern ist das Wetter schön und ich liege flach. So langsam nervt das gewaltig, wenn man so plötzlich wieder ausgebremst wird, wo doch alles gerade so schön klappte. Egal. Noch 2 Tage, dann bin ich wieder soweit auf dem Damm, dass zumindest der Alltag wieder funktioniert.

Weiterhin höre ich in letzter Zeit öfter von manchen Menschen, die feststellen, dass ich doch deutlich schmaler im Gesicht geworden bin: „Sag mal, ist das denn der richtige Weg, in der Schwangerschaft mit einer Diät anzufangen?“ Nein, wäre mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Wenn es sich denn um eine Diät handeln würde. Ich ernähre mich einfach nur gesund in vernünftigen Portionsgrößen, was ich vorher nicht getan habe. Ich esse, wenn ich Hunger habe. Immer. Und ich esse alles, worauf ich Lust habe, auch wenn es mal nicht so gesund ist. Hauptsache, es ist nur wenig Zucker drin und kaum oder gar kein Weißmehl. Ich sündige nie. Wenn, dann gönne ich mir was. Und das macht nur Spaß, wenn es nicht täglich ist. Und ich ersetze die ungesunden, täglichen Lebensmittel durch gesunde. Nebenbei: Ich esse noch Nudeln. Aber eben nur noch in der Vollkornvariante und dann mit viel Gemüse und nicht mehr mit Ketchup und gebratenen Würstchen.
Eine Diät funktioniert da anders. Im Wesentlichen baut sie auf Verzicht auf. Man verzichtet auf bestimmte Lebensmittel, bestimmte Lebensmittelgruppen oder im schlimmsten Fall auf jegliche Nahrung, anstatt ein gesundes Gleichgewicht an Fett, Eiweiß und Kohlehydraten zu finden. Eine Diät schafft immer ein Ungleichgewicht und enthält dem Körper wichtige Nahrungsbestandteile vor. In einer Schwangerschaft ist sowas fatal. Würde ich beispielsweise auf Kohlehydrate verzichten, hätte ich ein großes Problem, meinen momentan hohen Bedarf an Eisen zu decken. Ich müsste ungleich mehr Fleisch essen und würde damit aber auch gleichzeitig mehr Fett aufnehmen. Alle eisenreichen Gemüsesorten enthalten nämlich auch eine Menge Kohlenhydrate (Linsen und Erbsen beispielsweise). Ich könnte auch Nahrungsergänzungsmittel schlucken, aber das würde nur sehr deutlich zu Tage fördern, dass meine Ernährung unausgewogen ist. Eine gesunde Ernährung macht Pillen überflüssig. Nebenbei, das las ich neulich: Die Letzte, die Interesse daran hat, dass man mit einer Diät dauerhaft abnimmt, ist die Diätindustrie. Das muss man sich mal durch den Kopf (und den Magen) gehen lassen.
Also: Ich mache keine Diät. Ich ernähre mich gesund. Und das dauerhaft und nicht nur für einen begrenzten Zeitraum. Und dass man mit gesunder Ernährung so viel abnehmen kann, war mir – ehrlich gesagt – zwar nicht neu, aber erstaunt hat es mich schon. Eigentlich wollte ich nur, dass ich die Zuckerwerte im Griff habe und kein Insulin am Tag spritzen muss.
Das sollte jetzt keine Rechtfertigungsarie werden, sondern lediglich eine Erklärung.

So, und jetzt reden wir noch von was Schönem. Was gab es denn heute bei Ihnen zum Abendbrot, Frau Krauße? – Oh, das war was ganz Leckeres. Pizzaschnitte. Sohnemann leckt sich noch immer die Schnute. Was braucht man dafür? Na, nicht viel. Pro Person:

2 Scheiben von dem Roggenvollkornbrot, das ich zuletzt vorgestellt habe (oder eben ein anderes)
2 TL Ketchup / Creme fraiche / Mayo oder ein anderes Schmiermittel
ca. 25 g Salami und fettarmen Schinken in Würfeln
ca. 25 g geriebenen Käse
1 frische Tomate

Die Zubereitung: Jede Scheibe Brot von einer Seite dünn mit Öl beträufeln und mit der eingeölten Seite auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Dann die Brotscheiben dünn mit Ketchup oder Creme fraiche oder Mayo oder etwas anderem bestreichen. Die Tomate würfeln und 50/50 auf beide Scheiben Brot aufteilen. Den Käse darüber streuen und auf eine Scheibe die kleingeschittene Salami und auf der anderen die Schinkenwürfel verteilen. Fertig. Ab in den Ofen und bei 160°C Umluft 15-20 Minuten überbacken.
Eine Scheibe Brot hat ca. 1,5 BE. Mit einem herkömmlichen Vollkornbrot steigen die BE auf 1,8. Man ist nach zwei Pizzaschnitten nicht unbedingt pappsatt, sodass man sich nicht mehr rühren kann. Das geht noch sehr gut. Für manche wäre es nur ein Snack, für uns hat es als vollwertiges Abendbrot durchaus gereicht. Wer noch Hunger hat, mache sich einen Salat dazu. Noch keinen Appetit? Dann vielleicht nach diesem Bild:
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Wenn man keinen Weizen mehr essen kann, ist das eine schnelle und leckere Alternative. Und kindererprobt ist es auch noch. Lasst es euch schmecken!

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