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… und wie man sich ein Genie bastelt. Na? Angeblich, indem die werdende Mama mindestens 3x in der Woche Fisch isst. Omega3-Fettsäuren sollen gut für die Entwicklung des Gehirns sein, usw. Ok. Wird probiert. Tag 1: Es gibt mit Knoblauch und Kräutern marinierten und in der Pfanne gebratenen Lachs. Tag 2: Fischsalat. Tag 3: Äh, ja. Kein Fisch im Haus. Den sollte man ja auch immer frisch kaufen. Oder man hat welchen in der Tiefkühltruhe. Und wie es der Zufall so wollte: Ich hatte heute tatsächlich noch einen Beutel da und zwar leckeren Kabeljau.

Weiterhin fanden sich im Tiefkühlschrank ein Haufen angebrochener Kräuterdöschen mit allen möglichen Kräutern. Mit etwas Improvisation und Geschick kann man daraus tatsächlich ein Essen basteln, das nicht nur gesund, diabetestauglich und lecker ist, sondern auch noch Platz in der Tiefkühltruhe schafft und mit angebrochenen Rest aufräumt. Praktisch! So entstand heute eine Variante von „Schlemmerfilet“. Ihr braucht für 2 Portionen:

2 EL Butter
nach Bedarf 2 EL Semmelbrösel (am besten aus Vollkornbrot – es gehen auch Nüsse)
1 kleine gehackte Zwiebel
Knoblauch nach Bedarf
Salz
Jede Menge Kräuter – je vielfältiger, desto besser (Thymian, Petersilie, Schnittlauch, Dill, Rosmarin, etc. Auch Kräutermischungen sind super, aber bitte entweder frisch oder tiefgekühlt. Keine getrockneten Kräuter nehmen!)
2 Fischfilet (Kabeljau ist ein fetter Fisch und recht weich, Pangasius ist magerer und hat deutlich festeres Fleisch und eignet sich auch sehr gut für dieses Gericht. Beide Sorten schmecken, wenn sie frisch sind, überhaupt nicht „fischig“ – im Gegensatz zu beispielsweise Schellfisch, der auch mager aber echt nicht lecker ist)

Die Zubereitung: Die Filets auftauen, salzen und beiseite stellen. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und erhitzen, bis sie kocht. Wenn man einen Schuss Öl dazu gibt, wird die Butter auch nicht zu schnell braun. Ist die Butter richtig heiß, werden die Kräuter dazu gegeben. Sie werden gewissermaßen in der Butter frittiert. Das ist wichtig, denn so entfalten sie am besten ihren Geschmack. Da die Kräuter aber schnell verbrennen, werden die Zwiebel, die Semmelbrösel, sowie Knoblauch und Salz zügig dazu gegeben und bei ausgeschalteter Herdplatte noch kurz angeröstet. Aber wirklich nur kurz!
Danach die Fischfilets in eine Auflaufform geben, die Kräuterpanade darauf verteilen, etwas Brühe angießen und ab damit in den Ofen. Ca. 15 Minuten bei 200°C Umluft reichen. Zum Schluss den Grill dazuschalten und die Panade ca. 5 Minuten bräunen.

Dazu passen Kartoffeln und Gurkensalat (Dressing: Essig, Öl, Zwiebeln, Salz und Pfeffer). Mit Semmelbröseln und reichlich 100 g Kartoffeln hat eine Portion dieses Essens um die 2 BE. Keine BE bringen der panadefreie Fisch und der Gurkensalat mit. Davon kann man reichlich essen, besonders von dem Gurkensalat. Ich denke, die „Panade“ funktioniert auch ohne die Brösel, sodass man hier auch noch sparen kann.

Das ist der Rest, der noch für morgen bleibt.

Das ist der Rest, der noch für morgen bleibt.

Als Variante gehen sicher auch klein gewürfelte Möhren, Lauch, Paprika und Kräuter auf dem Fisch. Probiert euch aus! Und guten Appetit.

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