Ich kann mich erinnern, dass bei den anderen beiden Schwangerschaften um diese Zeit alles schon anfing, sehr schwer und belastend zu werden. Diesmal platze ich bald vor lauter Energie! Ich habe den Tagesbeginn um zwei Stunden nach vorne verlegt, nachdem ich feststellen konnte, dass das Nachtinsulin zwar nach 7h Schlaf noch wirkt, aber mich nicht völlig aushebelt und komischerweise kann ich viel schneller in den Tag starten. Das Töchterchen freut sich besonders, denn jetzt gehöre ich früh ganz ihr. Wir jagen vor dem Frühstück zusammen die Zahnteufel, suchen uns hübsche Sachen raus (hübsch sein ist alles. Man kann frieren und die Schuhe drücken, aber hübsch muss man dabei sein. Unbedingt!) und ich flechte ihr Zöpfe. Ohne geflochtene Zöpfe („Mama, ich will solche Ringzöpfe haben!“) geht Madame nicht aus dem Haus. Jetzt muss ich mal auf youtube ein Video suchen, in dem mir erklärt wird, wie man einen Franzosenzopf macht und dann übe ich erstmal an Prinzessin, meinem Mann. Der heißt so, weil er die längsten und die schönsten Haare von uns allen hat und mit Sicherheit das perfekte Franzosenzopfopfer (was für ein schönes Wort!) ist.

Vorgestern habe ich nach 2 Wochen Erkältung endlich wieder das Schwimmtraining aufnehmen können. Ich muss ein wenig langsamer machen als noch vor 2 Wochen, aber meine 1000 Meter schaffe ich trotzdem noch in 45 Minuten. Die nette Frau an der Kasse verzeiht es mir auch, dass ich immer 10 Minuten zu spät meinen Schließfachschlüssel abgebe und lässt mich nicht nachzahlen. Dank der bisher eingebüßten Kilos (ich hätte wohl schon so um die 6 kg zulegen dürfen, die ich aber ab- statt zugenommen habe) steigt auch der Unternehmungsdrang. Einen ganzen Tag lang alle Erledigungen mit dem Fahrrad zu erledigen ist immer noch drin und ich bin nach Einkaufstour und Spielplatzbesuch mit den Kindern noch nicht völlig platt. Nur ein bissl. Und der Blutdruck ist vollkommen in Ordnung. Also keine Panik wegen Präeklampsie. Dafür wurde gestern die Nachtinsulindosis erhöht *knurr* von 5 auf 6 Einheiten. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Den Nüchternwert kann man ja leider so gar nicht beeinflussen und das ist wohl auch der Wert, der am meisten „hormongesteuert“ ist. Also Augen zu und durch. Außerdem wurde mir von ärztlicher Seite bestätigt, dass ich bei fortgesetzter guter Ernährung und Gewichtsabnahme die große Chance habe, auch für den Rest der Schwangerschaft um die Insulinspritze am Tag herum zu kommen. Bei Emmy ist mir das ja leider nicht erspart geblieben. Diesmal setze ich alles daran!

Da heute noch Besuch kommt, probiere mal wieder ein diabetestaugliches Kuchenrezept aus, und zwar dieses. Überhaupt ist der Blog von Honigsüßes sehr empfehlens- und lesenswert. Die Rezepte sind nicht nur diabetikerfreundlich und -erprobt, sondern auch für jedermann gesund. Ich probiere die Windbeutel heute mit Weizenvollkornmehl aus. Das hab ich noch in rauen Mengen vorrätig da. Viele Grüße an Friederike! Ich bin mir sicher, die Windbeutel werden heute noch alle.

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